Radwandern in Stormarn:

Tour 13 - Zu Gölmbach, Beeken und Beste

Schild Tour 13

Tourenlänge 34 km

Start Kupfermühle, Bahnhofstraße ÖPNV Bhf Kupfermühle P straßenbegleitend in der Bahnhofstraße

Die formende Kraft des Wassers und seine Bedeutung für die Kulturlandschaft werden auf dieser Tour gegenwärtig. Kleine Bäche durchziehen als Lebensadern die Landschaft. Sie tragen Spuren menschlichen Schaffens, des Wirtschaftens und der Lust am Betrachten des bewegten Elements.

Die Kupfermühle an der Süderbeste 
Nahe der »Rohlfshagener Kupfermühle «, die an einem Stauteich der Süderbeste (1) liegt, startet die Tour. Dort wo von Ende des 15. Jahrhunderts bis 1900 in Schwerstarbeit Kupfer hergestellt und bearbeitet wurde, kann man heute bei Kaffee und Kuchen dem Müßiggang frönen.

Der dem Mühlenteich zufließende Lauf der Süderbeste hat sich tief ins Gelände eingekerbt. Daher schlecht zugänglich, blieb der Bach von Begradigungen verschont und ist ein wertvoller Lebensraum für Flora und Fauna.

Es wird gemutmaßt, dass der gesamte Unterlauf der Süderbeste im Frühmittelalter zumLimes Saxoniae gehörte, der um 810 von Karl dem Großen festgelegten Grenzzone zwischen sächsischen und slawischen Volksstämmen.

Auf der Bahntrasse zum Gölmbach 
Vom Zulauf der Süderbeste in den Mühlenteich aus führt die Tour auf schmalen Straßen zum Bahndamm der zweiten, 1887 in Betrieb genommenen Bahntrasse des Kreises Stormarn (Tour 10).

Der folgende Abschnitt verläuft in schattig-kühlem Wald. Erst hinter der A1 genießt man die leichte Fahrt auf ebenem Weg und die wiederkehrenden Ausblicke in eine weite Landschaft. In Mollhagen, mit Möglichkeiten zur Einkehr, wechselt man wieder auf die Straße, um nach Sprenge zu gelangen.

Jenseits der B 404 führen verschlungene Wege ans Gölmer Moor und an den Gölmbach. Weiter bachabwärts fließt dieser als »Aue« durch Ahrensburg, ehe er als Ammersbek durch das Duvenstedter Moor in Richtung Alster läuft. Der Gölmbach wird bei »Twiete« nochmals gequert.

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Karte der Tour 13 als PDF

Seinen Zuläufen begegnet man auf der Straße Krummstück beim Ansteuern des Waldes Tiergarten und Ochsenkoppel. Ein Genuss ist die schöne Fahrt durch den Wald, der einst als Sauengehege eingezäunt war und daher den Besitzern des Gutes Ahrensburg und ihren hochrangigen Gästen zu leichtem Jagderfolg verhalf.

Lütt Beek und Groot Beek 
Außerhalb des Waldes geht es durch flachwelliges Gelände auf den westlichen Rand von Hammoor zu, dessen Name auf die Adelsfamilie von Homore zurückzuführen ist, die dort um 1300 eine Turmhügelburg (Motte) bewohnte.

Kurz vor dem Ortsteil Gerkenfelde wird erstmals die Groot Beek (»Großer Bach«) gequert, in die am Ortseingang von Tremsbüttel die Lütt Beek (»Kleiner Bach«) mündet. Die Groot Beek umfließt nahebei eine weitere mittelalterliche Burganlage, die über die Lasbeker Straße erreicht werden kann und vom Tor an einem Graben aus sichtbar ist.

An der Ecke Lasbeker Straße/Schloßstraße liegt eine denkmalgerecht sanierte Reetdachkate (2). Mit Herz und Verstand wurde ein farbenfroh blühender Bauerngarten (2) angelegt, der auch einen längeren Blick über den Gartenzaun wert ist.

Feudale Zimmer, vielfältige Gärten und edle Pferde 
Nur eine kurze Wegstrecke weiter liegt, von der Straße etwas abgerückt und durch ehemalige Wirtschaftsgebäude versteckt, das Herrenhaus Tremsbüttel (3) (Tour 7) mit seinem ausgedehnten Garten. Groß und würdevoll, doch im Detail auch verspielt, präsentiert sich das 1893–1895 errichtete Gebäude, das heute als Hotel genutzt wird.

In den zugehörigen Landschaftsgarten sind spannende neue Gärten eingebettet, die den Besucher auf eine Reise bis nach Asien entführen. Durch den reichen Baumbestand am Rand des Parks fließt mit der Groot Beek eine alte Bekannte. Sie wird romantisch von Knüppelbrücken überspannt, bei denen Holz verwendet wurde, das nicht von Säge und Hobel begradigt wurde.

Die Gärten und das Restaurant im »Schloss« stehen für Besucher ausdrücklich offen. Auf der Straße »Am Herrenholz« wird die A 21 unterquert. Etwas weiter in Richtung Lasbek-Gut, wo heute edle Pferde gezüchtet werden, vereinen sich die Groot Beek und die Süderbeste in den Ausläufern des Lasbeker Mühlenteichs.

Hier schließt sich der Kreis, denn unterhalb des Lasbeker Mühlenteichs fließt die Süderbeste im eingangs beschriebenen Kerbtal zur Kupfermühle.Auch zum Ausgangspunkt der Tour am Bahnhof Kupfermühle ist es nur noch ein kurzer Weg.