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Herrenhäuser im Kreis Stormarn:

Das adlige Gut Hohenholz

Das Herrenhaus Hohenholz wurde 1888 gebaut, aus älterer Zeit stammt der Nebenbau links.

Gummibaron erbaute Gut Hohenholz

Pölitz-Hohenholz - "Das ist ein guter, aber schwerer Boden, nicht einfach zu bewirtschaften, aber ertragreich", sagt Christian Mathias Schröder, und er vermutet: "Vielleicht wechselte deshalb so oft der Besitzer des Gutes im 19. Jahrhundert."

Vor 1803 war das Gut Hohenholz, heute zu Pölitz gehörig, ein Meierhof des Gutes Schulenburg, wurde dann aber im gleichen Jahr wie Krummbek verkauft und gelangte in den Besitz des Barons von Liliencron.

Nun sah es innerhalb von 80 Jahren nicht weniger als elf Eigentümer. "Die Bauernhöfe waren oft Jahrhunderte lang in Familienbesitz, doch die Güter wurden von den Adligen als Wirtschaftsobjekt betrachtet", meint Schröder.

Das heutige Herrenhaus ließ 1888 ein Gummifabrikant aus St. Petersburg bauen, Johannes Schmidt mit Namen. Der jetzige Seitenbau stammt allerdings noch aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1902 kaufte das Gut der Unterpächter von Mönkhagen, Richard Schröder, Großvater von Christian Mathias Schröder. Das Familienwappen der Schröders an der Frontseite von Hohenholz weist diese Verbindung zu Mönkhagen auf.

"Zur Zeit meines Großvaters waren mit Hand- und Pferdekraft 30 bis 40 Menschen auf dem Gut tätig", erzählt Schröder, "mein Vater Manfred Carl Schröder vollzog dann die Umstellung von der viehbetriebenen zur maschinenbetriebenen Landwirtschaft und hatte am Ende fünf ständige Mitarbeiter."

Musik wird von den Schröders gern gepflegt in den edlen Räumen der früheren Adligen.

Christian bewirtschaftet die 150 Hektar inzwischen allein, mit Hilfe von ein paar Studenten bei der Ernte. "Der Boden braucht eine starke Maschinenanspannung", sagt er, "aber es ist möglich, wirtschaftlich zu bestehen." Als Nebenerwerb übt er noch die Geschäftsführung des Bundesverbandes deutscher Saaterzeuger aus.

Im Jahr 2002 wurde mit alten Mitarbeitern, Nachbarn und Freunden groß gefeiert. Es war das 100-jährige Familienjubiläum auf dem Gut.

Die Lübecker Nachrichten (LN) haben in einer Serie im Sommer 2004 über die heute noch in Stormarn aufzufindenden Herrenhäuser berichtet. Diese Berichte haben wir hier mit freundlicher Unterstützung durch die Zeitung und den Autoren der Serie, Tonio Keller aufgenommen.

Ein wichtiger Hinweis für die Herrenhäuser:
Die Besitzer der Herrenhäuser bitten darum, das Privateigentum zu achten und die Hofgelände nicht ohne Erlaubnis zu betreten.

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