Museen im Kreis Stormarn:
Der Barockpark in Jersbek
So hat der Jersbeker Barockpark von Bendix von Ahlefeldt aus der Vogelperspektive ausgesehen. Der Stich von Christian Fritzsch aus dem Jahr 1747 ist für zehn Euro als Poster (80 x 60) beim Kreis Stormarn erhältlich.
Wer den Stormarnweg von Grabau Richtung Bargteheide wandert, gelangt hinter dem Wald bei Jersbek auf eine vierreihige Lindenallee. Die alten Bäume säumen einen Streifen wilde Wiese, rechts und links liegen Felder und Äcker. Nach 500 Metern kerzengeraden Verlaufs öffnet sich ein Rondell aus Linden, hier kreuzt eine weitere vierreihige Allee.
Dann erreicht der Wanderer eine Freifläche mit schönen Solitärbäumen. Rechteckig geschnittene Hecken lassen spätestens hier ahnen: Dieses verträumte, aber gut gepflegte Areal muss einmal ein Park gewesen sein - der Jersbeker Barockpark.
Ein Kupferstich von 1747 zeigt, wie er einmal ausgesehen hat: Ein gutes Stück größer war er, bezog jetzige Ackerflächen mit ein. Teiche und Springbrunnen muss es gegeben haben, Zierbeete, Blumenrabatte, vergoldete Statuen, ein zweigeschossiges Gartenhaus "Maison de plaisance".
Heute noch erhalten ist das Torhaus von 1678, zu dem unser Wanderer schließlich gelangt. Das abseits gelegene Herrenhaus ist im Besitz der Familie von Bethmann-Hollweg und nicht öffentlich zugänglich.
Vögel zwitschern, Grillen zirpen: Die Alleen sind heute beschauliche Wege zum Spazieren gehen.
Von weit her kamen die adligen Gäste, als der Park um 1740 fertig gestellt war - und sie staunten. Jahrzehntelang war es ein regelrechter Vorzeige-Park. Angelegt hatte ihn Bendix von Ahlefeldt, Schwiegersohn des vorigen Gutsbesitzers Jasper von Buchwaldt.
Wer den Garten entworfen hat, ist unbekannt. Später ging das Gut samt Park an Paschen von Cossel. Wie sein Vorgänger Ahlefeldt war er Freimaurer, das Grab seiner Frau Marie Elisabeth am Rande des Parks trägt Symbole der Loge und den rätselhaften Spruch: "Dem Unbekannten - Bekanntesten / Unsichtbaren - Sichtbarsten / Dem Worte / Ewige Anbetung".
1984 übernahm der Kreis Stormarn die Erhaltung des Parkes und führte eine umfangreiche Sanierung durch. Seit 1986 steht er unter Denkmalschutz. Kreisbaudirektor a.D. Burkhard von Hennigs hat die Geschichte von Park und Eiskeller ausführlich dokumentiert.
Anschrift/Anfahrt:
Barockpark Jersbek, Allee,
22941 Jersbek
Der Barockpark ebenfalls am Ortseingang, rechts an der
Kreisstraße aus Richtung Bargteheide.
Öffnungszeiten:
Geöffnet:
jederzeit zugänglich
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Die
Lübecker Nachrichten
(LN) haben in einer Serie im Sommer 2003 über die in Stormarn befindlichen
Museen berichtet. Diese, im Dezember 2004 aktualisierten Berichte haben wir
hier mit freundlicher Unterstützung durch die Zeitung und den Autoren der
Serie, Tonio Keller aufgenommen. |
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