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Der Kreis Stormarn liest ein Buch

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Der Kreis Stormarn liest ein Buch

2015: "Amon - Mein Großvater hätte mich erschossen"

In Stormarn ging zum zweiten Mal ein kreisweites Literaturprojekt an den Start: Der Kreis Stormarn liest ein Buch. Im Frühjahr 2015 war ganz Stormarn aufgerufen, sich mit einem bestimmten Buch auseinanderzusetzen.

Vom 24. April bis zum 28. Mai 2015 konnten Sie Literatur unkompliziert im Alltag begegnen.

Programmübersicht

In zahlreichen Gemeinden und an verschiedenen Orten des Kreises haben Lesungen, Ausstellungen, Konzerte oder Diskussionsrunden stattgefunden, die sich alle mit dem Thema des Buchs beschäftigten.

Um welchen Titel es sich dabei handeln wird, konnten die Stormarner im Herbst 2014 selbst entscheiden.

Die Entscheidung fiel auf

Buchcover "Amon"

Jennifer Teege und Nikola Sellmair: "Amon - Mein Großvater hätte mich erschossen"

Es ist ein Schock, der ihr ganzes Selbstverständnis erschüttert: mit 38 Jahren erfährt Jennifer Teege durch einen Zufall, wer sie ist. In einer Bibliothek findet sie ein Buch über ihre Mutter und ihren Großvater Amon Göth. Millionen Menschen kennen Göths Geschichte. In Steven Spielbergs Film «Schindlers Liste» ist der brutale KZ-Kommandant der Saufkumpan und Gegenspieler des Judenretters Oskar Schindler. Göth war verantwortlich für den Tod tausender Menschen und wurde 1946 gehängt. Seine Lebensgefährtin Ruth Irene, Jennifer Teeges geliebte Großmutter, begeht 1983 Selbstmord. Jennifer Teege ist die Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers. Sie wurde bei Adoptiveltern groß und hat danach in Israel studiert. Jetzt ist sie mit einem Familiengeheimnis konfrontiert, das sie nicht mehr ruhen lässt. Wie kann sie ihren jüdischen Freunden noch unter die Augen treten? Und was soll sie ihren eigenen Kindern erzählen? Jennifer Teege beschäftigt sich intensiv mit der Vergangenheit. Sie trifft ihre Mutter wieder, die sie viele Jahre nicht gesehen hat. Gemeinsam mit der Journalistin Nikola Sellmair recherchiert sie ihre Familiengeschichte, sucht die Orte der Vergangenheit noch einmal auf, reist nach Polen und Israel. Schritt für Schritt wird aus dem Schock über die Abgründe der eigenen Familie die Geschichte einer Befreiung.


Portrait Jennifer Teege, Fotograf: Thorsten Wulff

Jennifer Teege
© Thorsten Wulff

Jennifer Teege, Jahrgang 1970, ist die Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers. Mit vier Wochen wurde sie ins Kinderheim gebracht, mit sieben Jahren zur Adoption freigegeben. Sie hat vier Jahre in Israel gelebt und dort studiert. Seit 1999 Texterin und Konzeptionierin in der Werbebranche. Sie lebt in Hamburg.

Nikola Sellmair, Jahrgang 1971, Absolventin der deutschen Journalistenschule, studierte Politik, Wirtschafts- und Kommunikationswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Stern - Redakteurin seit 2000. Ausgezeichnet mit zahlreichen Journalistenpreisen.

 


Außer Konkurrenz: zwei Jugendbücher

Auch junge Leser haben Spaß an spannender Lektüre. Jugendliche ab 14 Jahren lasen im Frühjahr 2015 daher ihre eigenen Bücher in Stormarn - Nils Mohl´s Romane "Mogel" und "Es war einmal Indianerland".

 

Buchcover "Mogel"

Nils Mohl: "Mogel"

Ein Partykeller in der Reihenhaussiedlung, vier Jungs und ein durchgeknallter Einfall: Einer von ihnen wird sich für den Rest der Nacht als Mädchen verkleiden. Und so ziehen sie los – in die Disco am Stadtrand. Und Miguel, der nun nicht mehr Miguel ist, freundet sich in seiner neuen Rolle mit dem Jungsschwarm aus der Parallelklasse an: Candy. Und ihr Ex sorgt schließlich dafür, dass eine scheinbar lustige Idee völlig außer Kontrolle gerät ...

Eine lange, verrückte Nacht, ein Trip kreuz und quer durch Vorstadt und Stadtrand, voller komischer und abenteuerlicher Prüfungen, in der Miguel als Mädchen seinen Mann zu stehen hat – und mit jeder Prüfung ein bisschen mehr er selbst wird.


Buchcover "Es war einmal Indianerland"

Nils Mohl: "Es war einmal Indianerland"

„Ich brauche ein Auto, ich brauche Geld, ich brauche Schlaf. Was ich habe sind eine Mütze, noch 5 Tage Sommerferien, die Bohrmaschine von Edda.“ Zuhause ist Grünhorn in den Hochhäusern am Stadtrand. Und seit Neuestem verliebt in die rothaarige Jackie aus dem Viertel der Reichen. Dann fliegt die Welt aus den Angeln: Zollner erwürgt seine Frau im Streit. Die 21-jahrige Edda stellt Grünhorn nach. Mauser steigt mit Kondor in den Ring. Ein Indianer taucht auf. Und zum Showdown beim Festival an der Grenze zieht ein geradezu biblisches Unwetter auf – fühlt es sich so an, erwachsen zu werden?

Nils Mohl erzählt rasant und unkonventionell vom Abenteuer, 17 zu sein. Ein Roman so hart wie die Filme von Larry Clark und so zart wie die Songs von Radiohead. Eine anspruchsvoll geschnittene Geschichte über den Wunsch nach Liebe, Freundschaft, Glück und Erlösung.


Portrait Nils Mohr, Fotograf: privat

Nils Mohl
© privat

Nils Mohl, geboren 1971, lebt und arbeitet in Hamburg. Für seinen Roman «Es war einmal Indianerland» wurde er u. a. mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis und mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

Nils Mohl gehört dem Forum «Hamburger Autoren» an und unterrichtet Schreibtechnik an der Universität. Er ist Preisträger des Literaturwettbewerbs des MDR sowie Gewinner des Literaturförderpreises Hamburg.


 

Die Aktion „Der Kreis Stormarn liest ein Buch“ ist eine Initiative von „Stormarn kulturell stärken“ - einer Arbeitsgemeinschaft des Kreises Stormarn, der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn, der Sparkassen-Stiftung Stormarn und der Bürger-Stiftung Stormarn

Logo AG Stormarn kulturell stärken

in Kooperation mit dem Rowohlt-Verlag.

Rowohlt-Verlag

 

Kreiskulturreferentin:

Tanja Lütje

Gebäude F, Raum F 5
Tel: 0 45 31 - 160 14 48
Fax: 0 45 31 - 8 47 34
E-Mail: t.luetje@kreis-stormarn.de

 

Unter www.stormarn-kulturell.de/... finden Sie ebenfalls zahlreiche Informationen zum Literaturprojekt.

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