19.04.2005

Kreis bietet den Grundschulen einen Projekttag zum Thema Wasser

Das Wasser kommt aus dem Hahn und der Strom aus der Steckdose. Um Kindern im Grundschulalter eine andere Erfahrung als das alltägliche Hahn- und Heizungaufdrehen zu vermitteln, entwickelte das AGENDA 21-Büro im Kreis Stormarn einen Projekttag, an dem die Kinder erfahren, wie die Menschen hier vor 1.000 Jahren an das lebensnotwendige Wasser kamen. Diesen Projekttag hat der Kreis dieses Jahr allen Grundschulen mit Unterstützung aus dem Agenda 21- Büro angeboten. Am 20. April gibt es ab 15:00 Uhr in der Kreisverwaltung eine Einführung für Interessierte und bereits angemeldete Schulen.

„Wasser ist Leben“ – das gilt schon immer und noch heute auf der ganzen Welt. Solange man aber nur den Hahn aufdrehen muss, wird es leicht vergessen oder kommt gar nicht erst ins Bewusstsein unserer Kinder. Trotzdem wird die Verfügbarkeit von Trinkwasser auch unsere Zukunft in diesen gemäßigten Breiten wesentlich mitbestimmen. Deshalb ist es wichtig, schon Kindern einen Eindruck von der Kostbarkeit von sauberem Trinkwasser zu vermitteln, denn sie bestimmen mit ihrem Verhalten unser aller Zukunft.




















Der Projekttag beginnt mit einer Zeitreise. Die Kinder stimmen sich auf die Zeit vor 1.000 Jahren und die damaligen Lebensbedingungen ein. Anschließend schöpfen sie mit Holzeimern Wasser aus einem Brunnen oder Fluss und tragen es zum Lagerplatz, damit sie über die eigene Anstrengung beim Wassertragen eine andere Erfahrung als die des täglichen Hahn- oder Heizungaufdrehens bekommen. Am Lagerplatz wird die Menge abgemessen und gesammelt, bis die ca. 150 Liter zu sehen sind, die heute von jedem täglich verbraucht werden. Diese gesammelte Menge gibt den ersten Bezug zur heutigen Zeit und führt regelmäßig zu Staunen.

Um die Erfahrungen und die möglichen Folgen in einen für die Kinder nachvollziehbaren Zusammenhang zu bringen, wurde der Kindertest entwickelt. Anhand eines Fragebogens sortieren die Kinder ihre Eindrücke und erarbeiten selbständig in einem zweiten Schritt Ideen und Vorschläge. So motiviert, finden die Grundschüler viele Möglichkeiten, heute im Alltag Ressourcen, wie Wasser zu sparen.






























Dieser Projekttag wurde mit Klassen von 2 Oldesloer Grundschulen im letzten Jahr erfolgreich getestet. Die Kinder haben nicht nur begeistert mitgemacht und Ideen zum sorgsamen Umgang mit Wasser und Energie entwickelt, sondern ihre Erfahrungen im Schulalltag umgesetzt und sogar auf weiterführenden Schulen verbreitet. Dieser Erfolg spricht für sich und kann auch von anderen Schulen im ganzen Kreis erreicht werden.

Für interessierte Schulen liegt eine Dokumentation mit Empfehlungen zum Ablauf sowie Checklisten für die Vorbereitung und Materiallisten bereit. Die mittelalterlichen Geräte, wie Eimer und Bottiche, werden ausgeliehen. Außerdem bietet die Multiplikatorenschulung am 20. April ab 15:00 Uhr eine Einführung in die mittelalterlichen Materialien und ihre Handhabung.

„Besonders aus dem Süden des Kreises sind schon viele Schulen angemeldet“, berichtet Isa Reher vom AGENDA 21-Büro des Kreises. „Es sind aber noch einige Termine für den Projekttag frei, so dass wir noch Anmeldungen für dieses Jahr entgegennehmen können.“ Unter der Telefonnummer: 04531-160-637 bekommen Interessierte Informationen oder können sich noch anmelden.