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Demografie in Stormarn - Planung

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Demografie Stormarn - Stadt- und RaumplanungStadt- und Raumplanung

Hintergrund

Viele Kommunen des Kreises Stormarn sind auch künftig attraktiv für Hinzuziehende - sowohl für Familien als auch für die "Generation 50 +". Das ist das Ergebnis aktueller Bevölkerungs- und Haushaltsvorausberechnungen des Landes Schleswig-Holstein und des Kreises Stormarn (vergl. Statistikamt Nord, Bevölkerungsvorausberechnung 2015 bis 2030 für die Kreise und kreisfreien Städte in Schleswig-Holstein, Kiel Juni 2016 und GGR, 1. Fortschreibung der kleinräumigen Bevölkerungs- und Haushaltsprognose für den Kreis Stormarn bis zum Jahr 2030, Bad Oldesloe Oktober 2017).

Gleichzeitig werden die dort lebenden Menschen immer älter. Daraus ergeben sich bis zum Jahr 2030 und darüber hinaus erhebliche Herausforderungen für die Siedlungsentwicklung im Kreis: Das bis zum Jahr 2030 prognostizierte Bevölkerungswachstum von rund 15.000 Einwohnern führt zu einem Neubaubedarf (einschl. Ersatzbedarf und Mobilitätsreserve) von rund 15.600 Wohn- einheiten (vergl. GGR 2017) und erzeugt Wachstumsdruck in regional unterschiedlicher Ausprägung und Intensität.

Dabei hält die Nachfrage nach Einfamilienhäusern von Familien auch aus dem Raum Hamburg zunächst noch an. Mittel- bis langfristig nimmt jedoch aufgrund der älter werdenden Bevölkerung und der damit einhergehenden Verkleinerung der Haushalte die Nachfrage nach kleineren Wohnungen weiter zu.

Mit der Erarbeitung der "Anpassungsstrategie für den Siedlungs- und Wohnungsbau im demografischen Wandel" hat sich der Kreis Stormarn diesen Herausforderungen gestellt. In Federführung durch den Fachdienst Planung und Verkehr entstand die Strategie 2014/2015 in enger Zusammenarbeit mit den 55 kreisangehörigen Städten und Gemeinden sowie den entsprechenden Ämtern. Die Anpassungsstrategie wurde als Teilprojekt des "Dachprojektes Daseinsvorsorge" von der Metropolregion Hamburg (MRH) gefördert.

Mit der Strategie wurde der Handlungsbedarf für die Siedlungsentwicklung im Kreisgebiet bis 2030 auf der Grundlage der Auswertung vorhandener Gutachten und Daten sowie zweier moderierter Gespräche mit Wohnungsmarktexperten (Mitglieder des Gutachterausschusses, Vertreter von Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften sowie von Kreditinstituten) konkretisiert. Zusätzlich wurden moderierte teilräumliche Workshops veranstaltet.

Aus der Erhebung der Wohnungsbau-Flächenpotenziale und deren Umrechnung in Wohneinheiten zeigte sich, dass - je nach Dichte einer künftigen Bebauung - im gesamten Kreis entwickelbare Flächen für mindestens 2.900 bis zu 5.300 Wohnungen fehlen. Darin ist der Nachhol- und Ersatzbedarf, der bei rund 4.800 Wohnungen liegt, noch nicht enthalten. Ebenfalls nicht berücksichtigt ist der die Prognosen bereits übertreffende Bevölkerungsanstieg.

Von fehlenden Flächenpotenzialen sind insbesondere die größeren Gemeinden und Städte auf der Achse betroffen, die überwiegend nur über geringe Flächenreserven verfügen, um den Bedarfen gerecht zu werden.

Die Anpassungsstrategie enthält deshalb eine Reihe an Handlungsempfehlungen für die Kommunen und den Kreis Stormarn und benennt auch Anforderungen an die Metropolregion Hamburg und die zuständige Landesplanung in Schleswig-Holstein. Unter anderem wird eine Anpassung der landesplanerischen Instrumente empfohlen.

Methodik

In einem ersten Schritt des Projektes wird der Handlungsbedarf für die Siedlungsentwicklung des Kreises bis 2030 auf der Grundlage der Auswertung vorhandener Gutachten und Daten sowie zweier moderierter Gespräche mit Wohnungsmarktexperten (Mitglieder des Gutachterausschusses, Vertreter von Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften sowie von Kreditinstituten) konkretisiert sowie die vorliegenden Flächenpotenziale bei den Städten und Gemeinden abgefragt.

Die Erhebung der Flächenpotenziale soll Erkenntnisse darüber liefern, inwieweit die Städte und Gemeinden innerhalb der landesplanerisch festgelegten Siedlungsachse sowie die Gemeinden außerhalb der Siedlungsachse den prognostizierten Neubaubedarf aufnehmen können. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Entwicklung neuer Wohneinheiten in den Gemeinden außerhalb der Siedlungsachse im Zeitraum 2010 bis 2025, bezogen auf ihren Wohnungsbestand am 31.12.2009, im Umfang von bis zu 15 % begrenzt ist.

Darauf aufbauend wird im zweiten Schritt im engen Dialog mit den Vertretern der Städte und Gemeinden eine Empfehlung für eine Anpassungsstrategie zur Weiterentwicklung der Siedlungsstrukturen erarbeitet. Die kommunalen Interessen und Entwicklungsmöglichkeiten werden im Rahmen von verschiedenen gesamträumlichen und teilräumlichen Workshops einbezogen.

Im Ergebnis sollen Handlungsempfehlungen stehen, wie beispielsweise öffentliche Planungsträger aber auch die Wohnungswirtschaft auf die anhaltende Nachfrage nach neuem Wohnraum reagieren können.

Fotoshow vom Handlungsfeld Planung

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