Ausstellung "Die Welt des Widerstands"

Jürgen Serkes Literatursammlung aus dem Zentrum für verfolgte Künste

20. September - 8. November 2015

Eröffnung der Ausstellung: 
Schloss Reinbek, Sonntag, 20. September 2015, um 11.30 Uhr

Zur Eröffnung sprechen:

Dr. Rolf Jessewitsch 
Direktor des Zentrums für verfolgte Künste, Solingen

Tanja Lütje 
Kreiskulturreferentin für die AG "Stormarn kulturell stärken"

Ausstellungsrundgang mit 
Jürgen Kaumkötter 
Kurator des Zentrums für verfolgte Künste, Solingen

Das "Zentrum der verfolgten Künste" in Solingen wurde im Jahr 2008 mit der Ausstellung "Himmel und Hölle zwischen 1918 und 1989" ins Leben gerufen. Die Ausstellung und das Museum wurden hoch gelobt und von der Presse als eines der wichtigsten Museen Deutschlands gefeiert.

Nach dem ersten Erfolg des Zentrums dauerte es noch bis in den Januar dieses Jahres, die Idee in eine dauerhafte Institution zu überführen. Sie ist in Europa einzigartig, verbindet Literatur mit bildender Kunst und bezieht sich auf beide Totalitarismen des vergangenen Jahrhunderts.

Das Zentrum zeigt Kunst derjenigen, die Widerstand geleistet haben gegen Nationalsozialismus und Kommunismus. Offiziell eröffnet wird es am 8. Dezember 2015 von Bundestagspräsident Norbert Lammert.

Im Vorlauf zu diesem Ereignis stellt sich das Zentrum das Jahr über außerhalb von Solingen vor: Im Februar im Deutschen Bundestag in Berlin zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, bis zum Oktober in Krakau im Museum für Gegenwartskunst in der ehemaligen Fabrik von Oskar Schindler und im Herbst im Schloss Reinbek.

Hier zeigt das Solinger Museum die einzigartige Literatursammlung von Jürgen Serke sowie Fotografien von Robert Lebeck und Wilfried Bauer.

Die Literatursammlung des Journalisten und Autoren Jürgen Serke ist eine Leihgabe der Else Lasker-Schüler Gesellschaft. Serkes Buch "Die verbrannten Dichter" löste in der Bundesrepublik Deutschland Ende der 1970er Jahre eine Welle der Wiederentdeckung aus und machte seinen Buchtitel zum geflügelten Wort.

Die Ausstellung im Reinbeker Schloss wird vom Reinbeker Kulturzentrum gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft "Stormarn kulturell stärken" präsentiert. Am Anfang stehen die Autoren Ernst Toller und Wolfgang Borchert. Seide kehrten aus einem Weltkrieg heim und kamen im Leben doch nicht mehr an.

Überwältigt von den Erfahrungen übernahmen die Dichter Verantwortung für das, was im Namen Deutschlands geschehen war, und schoben sie nicht ab auf Adolf Hitler. Assistiert werden die in Reinbek ausgestellten Bücher und Dokumente von Porträtfotos aus den 1970er bis 1990er Jahren.

Die Fotografen Wilfried Bauer, Robert Lebeck und Christian G. Irrgang begleiteten den STERN-Autor Jürgen Serke auf seinen Literaturentdeckungsreisen und ihre Bilder zeigen den Kosmos der Verfolgung durch die zwei Totalitarismen des 20. Jahrhunderts.

Das Fotopanorama reicht von Armin T. Wegner zu Czestaw Mitosz, von Joseph Brodsky zu Milan Kundera, von Rose Ausländer zu Vaclav Havel und von Harald Gerlach zu Klaus Rehleder.

Begleitprogramm zur Ausstellung:

Sonntag, 27. September 2015, 11.30 Uhr 
Ausstellungsführung 
mit Tanja Lütje, Kreiskulturreferentin Stormarn 
Eintritt frei

Donnerstag, 1. Oktober 2015, 12.30 Uhr 
Kultur-Pause 
Ausstellungsführung mit Tanja Lütje, Kreiskulturreferentin Stormarn 
(30 Minuten mit anschließendem Snack) 
Unkostenbeitrag: 2,- €

Donnerstag, 22. Oktober 2015, 19.30 Uhr 
Suche nach den verfolgten Dichtern des mörderischen 20. Jahrhunderts 
Der Journalist, Buchautor und Sammler Jürgen Serke im Gespräch mit Elke Güldenstein, Leiterin des Reinbeker Kulturzentrums 
Eintritt frei

Samstag, 7. November 2015, 20 Uhr 
Nina Hoger und Ensemble Noisten Tiefer beugen sich die Sterne 
Nina Hager liest Lyrik und Prosa von Else Lasker-Schüler, begleitet von Klezmermusik 
Eintritt: 20,- €

Karten im Vorverkauf an der KulturKasse in der Stadtbibliothek Reinbek, Hamburger Straße 8 Telefon (040) 727 369 20

Öffnungszeiten: 
20. September bis 8. November 2015 
Mittwoch bis Sonntag 10 bis 17 Uhr

Logo Kulturzentrum Reinbek

Kontakt / Information / Anmeldung: 
Schloss Reinbek
Schloßstraße 5 21465 Reinbek
0 40 / 7 27 34 611 
www.kultur-reinbek.de 
www.schloss-reinbek.org

Plakat zur Ausstellung     Flyer zur Ausstellung