Stormarner Kulturpreis

2012: Erster Stormarner Kulturpreis zum Thema "Heimat Stormarn"

Stormarner Kulturpreis 2012

"Heimat Stormarn" - so lautet das Thema des Stormarner Kulturpreises, der 2012 erstmals ausgelobt wurde. Der Schul-, Kultur- und Sportausschuss des Kreistags (SKSA) hat auf Anregung der damaligen Kreiskulturreferentin Dr. Friederike Daugelat die Einführung eines mit 3.000 Euro dotierten Preises für die Stormarner Kulturszene beschlossen.

Zielsetzung ist es, positive Rahmenbedingungen für die künstlerische Arbeit im Kreis zu schaffen. Darüber hinaus soll der Preis ein Zeichen der Anerkennung und Bestätigung für die Kulturschaffenden sein und den Dialog zwischen den Kulturkonsumenten und Kulturproduzenten fördern. Zum Auftakt richtet sich der Preis daher auch an Kultuschaffende aller Sparten - von Literatur über Musik bis zur bildenden oder darstellenden Kunst.

Einzige Voraussetzung für die Teilnahme: Die Bewerber müssen in Stormarn leben oder arbeiten.

Sowohl Eigen- wie Fremdbewerbungen sind möglich, Bewerbungssprache ist deutsch. Dabei können Arbeiten von Einzelpersonen ebenso ausgezeichnet werden wie die von Gruppen. Die feierliche Preisverleihung, bei der auch die prämierte Arbeit vorgestellt wurde, fand Mitte November 2012 statt.

Mit dem Motto "Heimat Stormarn" griff der Preis ein aktuelles Thema auf und wollte gleichzeitig zu einer Auseinandersetzung mit der eigenen Region ermutigen. Das Magazin "Der Spiegel" zum Beispiel widmete die Titelgeschichte seiner Oster-Ausgabe der Frage "Was ist Heimat?". "Wer von Heimatliebe spricht", so liest man dort einleitend, "setzt sich schnell dem Verdacht aus, nicht so recht ins moderne Leben zu passen."

Dennoch gebe es gerade heute eine große Zahl von Menschen, denen Heimat viel bedeute, "auch, wenn jeder etwas anderes darunter versteht." "Heimat", so heißt es in dem Artikel weiter, "ist ein schönes Wort: Zu Hause steckt darin, Heimeligkeit, Vertrautheit, Sicherheit, Geborgenheit, Kindheit. Wer fern der Heimat ist, hat manchmal Heimweh, weil er etwas vermisst".

Der kollektive Heimatbegriff aber sei inzwischen überholt, resümmieren die Autoren, vielmehr zählten nunmehr vor allem die individuellen Heimatbegriffe, die in der Summe jedoch auch ein Bild ergeben könnten. Heimat kann dabei ganz unterschiedliche Bedeutungen haben: Heimat kann ein Duft sein oder eine Erinnerung, Heimat können Menschen oder Erlebnisse sein, Orte oder Sehnsüchte.

Auch im Kreis Stormarn ist die Frage nach dem Heimatbegriff und damit verbunden die Frage nach der eigenen Identität seit langem ein Thema. Bereits vor 20 Jahren aus Anlass des 125-jährigen Kreisjubiläums 1992 war "Heimat" Gegenstand einer Podiumsdiskussion (vgl. "Stormarner Heft" Nr. 17).

Umso spannender wird es sein, welche zahlreichen Facetten die Stormarner Kulturschaffenden heute damit verbinden und wie sie sich dem Thema nähern, sei es etwa literarisch oder musikalisch, malerisch oder fotografisch.

Über die eingereichten Arbeiten entschiedt eine fachkundige Jury, die den Preisträger auswählte. Neben Mitgliedern der im SKSA vertretenen Fraktionen waren dort namhafte Fachleute aus der schleswig-holsteinischen Kulturszene vertreten:

  • Brigitte Hohmann
    Geschäftsführerin der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein,
  • Katharina Perrey
    Geschäftsführerin des Landeskulturverbandes Schleswig-Holstein,
  • Jutta Kürtz
    Präsidentin des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes,
  • Professor Jörn Henning Wolf
    Vorstandsvorsitzender des Museumsverbandes Schleswig-Holstein,
  • Dr. William Boehart
    Archivleiter und Vorsitzender des Lauenburgischen Kunstvereins.
  • Die Kreiskulturreferentin ist beratendes Mitglied der Jury.

Kriterien zur Einreichung der Bewerbungsunterlagen für den Stormarner Kulturpreis:

  • Eingereicht werden dürfen ausschließlich neue, unveröffentlichte Beiträge. Die eingereichten Arbeiten müssen das vorgegebene Thema der Ausschreibung widerspiegeln, andernfalls können sie nicht berücksichtigt werden. -
  • Die eingereichten Beiträge müssen zur Veröffentlichung bzw. Präsentation vorbereitet sein (z.B. fertige Kunstwerke oder Manuskripte), bei Projektvorhaben (z.B. Ausstellungen) muss die Durchführung (etwa hinsichtlich der Finanzierung, der Leihgaben, der Raumnutzung etc.) gesichert sein.

Eingereicht werden müssen:

  • Biografie des/r Bewerbers/in
    (Lebensdaten, Werdegang, Ausbildung, Berufstätigkeit, Qualifikation, Aktivitäten etc.)
  • Die Kontaktdaten des/r Bewerbers/in 
    (Anschrift, Telefon privat und/oder dienstlich, Handy, Email-Adresse)
  • Formate für einzureichende Unterlagen: 
    - Fotos: digitales Format
    (jpg, 300 dpi, maximal 2 MB pro Bild) 
    - CDs oder DVDs: Audio- und Videodateien in gängigen, komprimierten Formaten
    (mp3, mpg, wmv) 
    - Manuskripte: digitale Worddokumente
    (Times New Roman, 12 Punkt, anderthalbzeilig) 
  • Beiträge bildender Künstler sollen nicht im Original eingereicht werden, sondern durch Abbildungen illustriert werden
  • Zur Erläuterung der eingereichten Arbeiten können Kurzexposees beigelegt werden
    (maximal 2 Seiten, Times New Roman, 12 Punkt, anderthalbzeilig)
  • Bei Ausstellungen, Projekten oder anderen Vorhaben (z.B. Theaterstücken), die nicht im Vorfeld der Bewerbung durchgeführt werden können, kann ein längeres Exposee beiliegen 
    (maximal 5 Seiten, Times New Roman, 12 Punkt, anderthalbzeilig).
  • Die eingereichten Beiträge verbleiben im Eigentum der Bewerber/innen. Eine Rücksendung der Beiträge erfolgt in derselben Versendungsart wie die Zusendung und kann nur erfolgen, wenn ein adressierter und frankierter Rückumschlag beiliegt. Der Kreis Stormarn gewährleistet eine pflegliche Behandlung der eingereichten Arbeiten. Es bleibt den Ausschreibungsteilnehmern/innen überlassen, eine Versicherung abzuschließen.
  • Mit Abgabe ihrer Beiträge erklären sich die Bewerber/innen damit einverstanden, dass ihre Beiträge und deren Reproduktionen (Kopien) kostenfrei für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie für die abschließende Präsentation durch den Kreis Stormarn genutzt werden. Bei Fremdbewerbungen muss eine entsprechende Einverständniserklärung des/der vorgeschlagenen Teilnehmers/in vorliegen.

Pressemitteilung vom 18.10.2012: Lucia Schoop erhält den ersten Stormarner Kulturpreis