Fachdienst 31: Soziale Hilfen und Teilhabe

Eingliederungshilfe

Leistungen der Eingliederungshilfe

Der Kreis Stormarn als Sozialhilfeträger erbringt Leistungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung (§§ 53 ff. SGB XII).

Einen Anspruch auf Leistungen haben Personen, die durch eine Behinderung wesentlich in ihrer Fähigkeit, an der Gesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt sind oder von einer solchen Behinderung bedroht sind.

Von Behinderung spricht man, wenn körperliche Funktionen, geistige Fähigkeiten oder die seelische Gesundheit eingeschränkt sind und diese Einschränkungen die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft nicht nur vorübergehend beeinträchtigen; d.h. länger als sechs Monate andauern (§2 SGB IX).

Von einer drohenden Behinderung spricht man, wenn eine derartige Beeinträchtigung noch nicht vorliegt, sie aber zu erwarten ist.

Die Eingliederungshilfe als Bestandteil der Sozialhilfe ist eine nachrangige Leistung und wird daher in der Regel erst dann erbracht, wenn alle anderen Möglichkeiten (d.h. Leistungen vorrangiger Rehabilitationsträger) ausgeschöpft sind.

Bei bestimmten Hilfen kann auch der Einsatz des Einkommens und Vermögens des Leistungsberechtigten gefordert werden. Daneben können Unterhaltsverpflichtete zu einem Unterhaltsbeitrag herangezogen werden.

Als Leistungen der Eingliederungshilfe sind beispielsweise folgende Hilfen möglich:

  • Frühförderung für noch nicht eingeschulte Kinder (heilpädagogische Leistung)
  • Hilfen zur Förderung in einer Kindertagesstätte (Integrationsgruppen oder Einzelintegration)
  • Schulbegleitung
  • Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM)
  • ambulante, teilstationäre oder stationäre Betreuung im Bereich Wohnen
  • tagesstrukturierende Angebote (z. B. Tagesstätten, Tagesförderstätten)
  • Leistungen der Eingliederungshilfe können auch als sog. Persönliches Budget bewilligt werden. Die leistungsberechtigte Person kann auf Antrag Geldleistung erhalten, mit denen sie die Leistung, die zur Abwendung der Teilhabeeinschränkungen benötigt werden, selber einkauft.

Wie ist das Verfahren?

Sozialhilfe und somit auch die Eingliederungshilfe wird geleistet, sobald dem Sozialhilfeträger ein Bedarf bekannt wird. In der Praxis bedeutet dieses, dass Sie beim Kreis Stormarn (sofern Sie Ihren Wohnsitz im Kreis haben) einen Antrag auf Eingliederungshilfe stellen.

Um prüfen zu können, ob Sie anspruchsberechtigt sind, wird ggf. der Fachdienst Gesundheit zwecks Feststellung einer Behinderung eingeschaltet.

Zur Klärung Ihrer Teilhabeeinschränkung und der sich daraus ableitenden Ziele wird in der Regel unter Beteiligung der betreuenden Einrichtung ein gemeinsames Hilfeplangespräch erfolgen.

Über in Frage kommende Einrichtungen und Dienste können die Hilfeplaner des Kreises Stormarn Ihnen beratend zur Seite stehen.

Erstberatung - Beratung für Menschen mit Behinderung beim Kreis Stormarn

Der Fachdienst Eingliederungshilfe bietet Menschen mit Behinderungen, die eine ambulante, teilstationäre oder stationäre Betreuung benötigen, eine persönliche Beratung an.

In der sogenannten Erstberatung werden die Menschen darüber informiert, welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt. Es wird eine erste Einschätzung des individuellen Hilfebedarfes vorgenommen und über die Rechten und Pflichten bei Beantragung einer Hilfe nach §53 SGB XII – der Eingliederungshilfe - aufgeklärt.

Die Erstberatung ist verpflichtender Bestandteil des Antragverfahrens.

Kontaktaufnahme und Terminvereinbarung ist möglich über die Erstberatung, Angaben rechts.

oder zu den offenen Sprechstundenzeiten:

Ahrensburg 
Peter-Rantzau-Haus 
Manfred-Samusch-Straße 9 
jeden 2. und 4. Montag im Monat 
in der Zeit von 14:00 -16:00 Uhr

Reinbek 
in den Räumen des Fachdienst Gesundheit 
Liebigstraße 2 1.OG Raum 8 
jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat 
in der Zeit von 14:00 -16:00 Uhr

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner mit deren Zuständigkeiten

Die Zuständigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachdienstes Eingliederungshilfe richtet sich nach den Anfangsbuchstaben der Nachnamen der Leistungsempfängerinnen und Leistungsempfänger. Details finden Sie in dieser Übersicht.

Bei der Aufgabendurchführung arbeitet der Fachdienst Eingliederungshilfe eng mit den Städten, amtsfreien Gemeinden und Ämtern des Kreises zusammen, auf die einige Aufgaben, insbesondere die Hilfe zum Lebensunterhalt und die Grundsicherung für Personen außerhalb von Einrichtungen, übertragen wurden.

Über die für die jeweilige Gemeinde zuständige Stelle gibt die Tabelle „Gemeinden im Kreis Stormarn“ Auskunft.

Pressemitteilung 15.12.2015: 
Beratung für Menschen mit Behinderung beim Kreis Stormarn