Der Kreis Stormarn in der Metropolregion Hamburg
Die Metropolregion Hamburg mit ihren rund 4,3 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner umfasst die Freie und Hansestadt Hamburg, die niedersächsischen Landkreise Cuxhaven, Harburg, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Rotenburg (Wümme), Soltau-Fallingbostel, Stade und Uelze, die schleswig-holsteinischen Kreise Dithmarschen, Herzogtum Lauenburg, Segeberg, Steinburg, Stormarn und Pinneberg. Hinzu kommen die beiden Partnerkreise aus Mecklenburg-Vorpommern: Ludwigslust und Parchim
Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg, die Niedersächsische Landesregierung und die Landesregierung Schleswig-Holstein haben 1991 beschlossen, ihre Zusammenarbeit in der Metropolregion Hamburg zu verstärken. Angesichts des hohen Wachstumsdrucks zu Beginn der neunziger Jahre sollte eine neue, langfristige Grundlage für die Kooperation geschaffen werden. Der erste Schritt war die Erarbeitung eines Ländergrenzen übergreifenden Regionalen Entwicklungskonzeptes (REK).
Über die Zusammenarbeit in der Metropolregion von 1928, der ersten Idee einer Zusammenarbeit rund um Hamburg, bis heute informiert die Wanderausstellung "Neue Perspektiven - Die Metropolregion Hamburg". Auf 51 Tafeln werden die Geschichte und die aktuellen Herausforderungen der ältesten deutschen Metropolregion gezeigt. Katalog zur Ausstellung ( PDF-Datei 3,6 MB). Die 2008 erneuerte Internetseite der Metropolregion enthält auch einen kleinen Abriß über die Geschichte der Metropolregion.
Eine neue Image-Broschüre (PDF-Date 3,6 MB) zeigt die Vielfalt der Region, die sich von Cuxhaven an der Elbmündung im Nordwesten über die Lüneburger Heide im Süden bis zum Landkreis Lüchow-Dannenberg im Südosten und Dithmarschen im Norden erstreckt.
Das Statistikamt Nord hat im Februar 2006 Kreis-Profile der Metropolregion 2006 (PDF, 742 KB) herausgegeben. Darin sind umfangreiche Daten für die Metropolregion und die Kreise aufgelistet. Eine Kurzdarstellung der Metropolregion in Zahlen finden Sie in einem Faltblatt (PDF, 828 KB) vom November 2006.
Die Metropolregion Hamburg ist eine von 11 Metropolregionen in Deutschland. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der freien Enzyklopädie wikipedia .
Warum ist eine Zusammenarbeit
notwendig?
Grundlage der trilateralen Zusammenarbeit in der
Metropolregion ist die Erkenntnis, dass die Herausforderungen an die Region zu
groß geworden sind, als dass die Kernstadt oder die benachbarten Regionen
sie allein bewältigen könnten. In den verdichteteren Teilen der
Metropolregion stehen nicht immer genügend Flächen und
Ausgleichsräume zur Verfügung, um den künftigen Aufgaben
weitgehend selbstständig gerecht werden zu können. Eine Kooperation
ist unentbehrlich geworden. Bei der Flächenbereitstellung für Wohnen,
Gewerbe und technische Infrastruktur ist eine optimale Ausschöpfung der
Potenziale über die Länder- und kommunalen Grenzen hinweg
erforderlich. Viele öffentliche Aufgaben lassen sich sinnvollerweise
regional abgestimmt besser durchführen. Dazu gehören die
Flächenvorsorge, der Öffentliche Personennahverkehr, wesentliche
Teile der Ver- und Entsorgung, und zunehmend auch die Berufliche Bildung, und
Weiterbildung sowie Wissenschaft und Forschung.
Die Funktion der regionalen Zusammenarbeit beschränkt sich aber nicht nur auf die Lösung von Problemen innerhalb der Region. Sie hat auch die Aufgabe, den drei Ländern die Interessenvertretung nach außen zu erleichtern. Je geschlossener eine Region in Zukunft auftritt, desto eher wird es ihr gelingen, die öffentlichen Handlungsträger auf Länder-, Bundes- und europäischer Ebene aber auch die Wirtschaft von der Notwendigkeit eines Engagements für die Region Hamburg zu überzeugen. Gemeinsame Interessenwahrung stärkt die Metropolregion.
Das Regionale
Entwicklungskonzept
Mit dem Regionalen Entwicklungskonzept (REK) hat
sich die Metropolregion ein Instrument geschaffen, das die Ziele und die
Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit definiert. Seine Umsetzung wird in den
Gremien der Gemeinsamen Landesplanung (GLP) koordiniert. Das REK ist ein
Grobkonzept, das zahlreiche raumrelevanten Politikfelder und unterschiedliche
politische Ebenen (die 3 Länder und die kommunale Beteiligung) einbezieht.
Es enthält Handlungsstrategien und konkrete Projekte für trilateral
regelungsbedürftige Fragestellungen. Es bezieht ein weites Spektrum
regionaler Akteure wie Kammern, Verbände, Gewerkschaften, und
Vertreter/innen der Landesparlamente ein.
Das REK bietet die Basis für die gemeinsame Koordination innerhalb der Metropolregion und - soweit erforderlich - die regionale Ausrichtung der Fachpolitik der beteiligten Länder. Das REK entfaltet keine rechtliche Bindungswirkung gegenüber öffentlichen Planungsträgern. Es definiert jedoch einen zwischen den drei Landesregierungen vereinbarten Rahmen für die auf die Region gerichtete Politik. Das REK hat eine erhebliche Bedeutung für die Vertrauensbildung zwischen den Handlungsträgern und für die Herausbildung eines regionalen Bewusstseins.
Das REK ist in der Region mittlerweile zu einem allgemein akzeptierten festen Bezugsrahmen geworden. Dies gilt auch für die regionalpolitische Öffentlichkeit, wie die Kammern und Verbände. Die Industrie- und Handelskammern haben daher mit ihrer 1997 gegründeten "Initiative Metropolregion Hamburg" (IMH) ein Begleitgremium zur Gemeinsamen Landesplanung geschaffen, das sich aktiv in die Debatten zur Entwicklung der Metropolregion einbringt. Auch die Gewerkschaften und Umweltverbände engagieren sich intensiv in den Gremien der Gemeinsamen Landesplanung.
Das 1994 und 1996 beschlossene REK wurde überarbeitet und im November 2000 in einer gemeinsamen Kabinettssitzung der Länder Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein als "REK 2000" beschlossen.
Ein Ausblick
Mit der
Vereinbarung über den REK-Handlungsrahmen im Jahre 2000 und einer
trilateralen Landesplanung ist ein beachtlicher Schritt zur Stärkung der
Zusammenarbeit in der Metropolregion Hamburg getan worden. Auch wenn sich
Fortschritte bei der regionalen Kooperation manchmal nur mühsam
einstellen, sollte beachtet werden, dass alle gemeinsamen Abmachungen und
Institutionen auch als Stationen eines auf Dauer angelegten Prozesses zu
verstehen sind.
Bei der Umsetzung des REK-Handlungsrahmens wird es künftig verstärkt darum gehen, wichtige und erfolgsversprechende Themen und Projekte vorrangig zu bearbeiten. Die Identifizierung von regional bedeutsamen und realisierungsfähigen Leit- bzw. Schlüsselprojekten dient der Standortsicherung im Wettbewerb der Regionen und der Verbesserung der Lebensverhältnisse innerhalb der Metropolregion. Leitprojekte haben aber auch den Zweck, tatsächlich vorhandene regionale Gemeinsamkeiten bewusst zu machen und neue regionale Bezugspunkte zu schaffen. Kooperation ist immer dann am intensivsten, wenn es um konkrete Projekte geht.
Hamburg-Randkreise
Hamburger Randkreise erstellen
Datenprofil für Kreisentwicklungskonzepte
Mit dem "Gemeinsamen
Datenprofil 2007" legen die vier Hamburg-Randkreise Pinneberg, Segeberg,
Stormarn und Herzogtum Lauenburg ein Grundlagenpapier vor, das die aktuellen
Tendenzen der räumlichen und gesellschaftlichen Entwicklung im
schleswig-holsteinischen Teil des Hamburger Umlandes zusammenfasst und somit
als Basis für strategische Konzepte und Fachplanungen der Kreise dienen
kann. Der in Kooperation erarbeitete Datenband liefert in kompakter Form einen
Überblick über Entwicklungen und Prognosen zu sechs Kernthemen, die
für die Regional- und Kreisentwicklung bedeutsam sind. Die
Analyseergebnisse weisen auf aktuelle Herausforderungen und Handlungsfelder hin
und werden durch Erkenntnisse aus Forschungsprojekten sowie fachlichen
Publikationen bereichert, die sich mit für die Metropolregion Hamburg
relevanten Problemstellungen befasst haben.
Informationen über die
Metropolregion Hamburg erhalten Sie über die:
Arbeitsgemeinschaft
der Hamburg-Randkreise
Rainer Schwark
Hamburger Str. 30
23795
Bad Segeberg
Tel.: 04551/ 951-496

Fax: 04551/
951-502
eMail:
arge.hamburg-rand@kreis-segeberg.de
Internet:
http://www.metropolregion.hamburg.de



















