Lexikon

Begriff: Bauleiter/in

Aus § 54 Abs. 1 Satz 1 LBO ergibt sich, dass der/die Bauherr/in zur Vorbereitung, Überwachung und Ausführung eines nicht verfahrensfreien Bauvorhabens sowie der Beseitigung von Anlagen u. a. eine/n geeignete/n Bauleiter/in im Sinne der § 55 LBO zu bestellen hat, soweit sie/er nicht selbst zur Erfüllung der Verpflichtungen nach diesen Vorschriften geeignet ist.

Vor Baubeginn muss der/die Bauherr/in der Bauaufsichtsbehörde den Namen und die Anschrift der Bauleiterin oder des Bauleiters und während der Bauausführung einen Wechsel dieser Person unverzüglich schriftlich mitteilen. Die Mitteilung muss der/die Bauleiter/in und bei einem Wechsel der/die neue Bauleiter/in mit unterschreiben (§ 54 Abs. 1 Satz 3 und 4 LBO 2009).

Den Aufgaben der Bauleiterin/ des Bauleiters legt § 57 LBO fest. Sie unterscheiden sich weitgehend von denen der Unternehmerin/des Unternehmers nach § 56 LBO und kollidieren auch nicht mit den Kontrollaufgaben der unteren Bauaufsichtsbehörde nach § 59 i. V. m. § 79 LBO.

Der/Die Bauleiter/in ist für die Bauaufsichtsbehörde der/die eigentliche Ansprechpartner/in auf der Baustelle. Er/Sie begleítet im Gegensatz zur Bauaufsichtsbehörde ständig den Baufortschritt und ist nach Erteilung der Baugenehmigung bzw. nach Durchführung eines Genehmigungsfreistellungsverfahrens wichtigste/r Garant/in, dass bei der Bauausführung u.a. das öffentliche Baurecht und Technische Baubestimmungen beachtet werden.

Stand: 01.05.2009
JB

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