Gleichstellungsbeauftragte

Die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Stormarn setzt sich für die Gleichstellung von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen und auf allen Ebenen ein. Gleichstellungsarbeit ist ein vielschichtiges Querschnittsthema und ist abhängig von den jeweiligen Strukturen, die innerhalb eines Kreises vorliegen.

Ziel ist es, im Netzwerkverbund mit Verwaltung, Politik und Wirtschaft die familienfreundliche Arbeitswelt im Kreis Stormarn voranzubringen. Flexible Arbeitsbedingungen mit zeitgerechten Kinderbetreuungsmöglichkeiten sollen es nicht nur den Müttern, sondern auch den Vätern ermöglichen, Beruf, Familie und berufliche Entwicklung zu vereinbaren.

Außerdem möchte sie die politische Akteurinnen und Akteure im Kreis Stormarn zusammenführen und ermuntern, mehr Frauen für ein Engagement in der Kommunalpolitik zu gewinnen und deren Tätigkeit zu unterstützen.

 Aktuelles:

25. November 2019: Veranstaltungen zum internationalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“

Die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Stormarn, die Frauenfacheinrichtungen und das Projekt ‚ KIK Stormarn – Netzwerk bei häuslicher Gewalt’ konnten auch in diesem Jahr die ‚Bäcker-Innung Holstein – Stormarn’ als Kooperationspartnerin für Veranstaltungen rund um den 25. November, dem Internationalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“ gewinnen.

Aktionen, die anlässlich dieses Antigewalttages stattfinden, stehen unter dem Motto „Gewalt kommt nicht in die Tüte“. Diese Kampagne findet bereits zum 15. Mal im Kreis Stormarn statt.

Schirmfrau ist auch in diesem Jahr Frau Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Ministerin für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung.

Insgesamt beteiligen sich in Schleswig-Holstein in diesem Jahr 50 Bäckereibetriebe, die Mitglied im Landesinnungsverband Schleswig-Holstein sind. In ihren zahlreichen Filialen setzen die Betriebe gut 320.000 Brötchentüten zum Einpacken der Backwaren ein.

Hilfsangebote für von Gewalt betroffene Frauen und deren Kinder sind notwendig. Dies belegen auch die Fallzahlen der Frauenfachberatungsstellen und die Auskünfte der Polizei im Kreis Stormarn.

  • Im Jahr 2018 übermittelte die Polizei kreisweit 65 Fälle häuslicher Gewalt an die Frauenberatungsstellen von Frauen helfen Frauen e.V., in 25 Fällen war eine polizeiliche Wegweisung des Täters ausgesprochen worden. Weitere 59 Frauen meldeten sich selbständig wegen häuslicher Gewalt in den Frauenberatungsstellen im Kreis Stormarn.
  • Das Frauenhaus bot im Jahr 2019 Schutz und Wohnmöglichkeit für 46 Frauen und 52 Kinder. 99 Frauen mit 110 Kindern mussten an andere Frauenhäuser im Land vermittelt oder wegen Platzmangel abgewiesen werden. Diese Zahlen zeigen nur das Hellfeld, also die bekannt gewordenen Fälle von häuslicher Gewalt. Es ist davon auszugehen, dass die Anzahl der Betroffenen deutlich höher ist, denn nur Wenige rufen die Polizei zur Hilfe bzw. suchen von sich aus Hilfe.
  • Auf den Tüten befindet sich die Telefonnummer der bundesweiten Hilfetelefons GEWALT GEGEN FRAUEN: 0 8000 116 016. Das kostenlose Hilfetelefon ist 365 Tage im Jahr rund um die Uhr erreichbar. Es bietet Betroffenen die Möglichkeit, sich zu jeder Zeit anonym, kompetent und sicher beraten zu lassen. Ob Gewalt in Ehe oder Partnerschaft, sexuelle Übergriffe oder Vergewaltigung sowie Stalking, Zwangsprostitution oder Genitalverstümmelung – Beraterinnen stehen hilfesuchenden Frauen zu allen Formen der Gewalt vertraulich zur Seite und leiten sie auf Wunsch an die passende Unterstützungseinrichtung vor Ort weiter.

Rund um den 25. November 2019 planen die hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Stormarn mit ihren Kooperationspartner/innen in vielen Städten und Gemeinden

Brötchentütenaktionen im Kreis Stormarn

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Internetseite: www.kopf-stormarn.de