Wälder und Moore in Stormarn

Waldwanderweg, © Petra HübnerIm Kreis Stormarn finden Sie mehrere Wälder und Moore. Daneben auch einige kleinere Waldgebiete. Sie alle laden zum Wandern, Radfahren, Reiten und zum Teil auch zu weiteren sportlichen Aktiviäten ein.

Sie stehen aber auch für Naturerlebnis und Ruhe.

Wichtig ist hierbei der respektvolle Umgang untereinander und die Achtung der geschützten Gebiete! Es gilt das schleswig-holsteinische Waldgesetz und das schleswig-holsteinische Naturschutzgesetz.

Stormarner Wälder:

  • Die Hahnheide ist das größte Naturschutzgebiet Stormarns und besteht aus einem weitgehend naturbelassenen Mischwald, mit einigen Bäumen, die mehr als 100 Jahre alt sind. Das Naturschutzgebiet weist zahlreiche Wanderwege auf und ist auch über eine Rundtour mit dem Fahrrad erschlossen. Beliebter Anlaufpunkt stellt dabei der Aussichtsturm „Langer Otto“ mit Sichtmöglichkeit bis Hamburg dar.
  • Wenige Kilometer von der Hahnheide entfernt befindet sich der Sachsenwald. Mit 6.000 ha ist der Sachsenwald das größte zusammenhängende Waldgebiet Schleswig Holsteins. Der deutlich kleinere Teil der Fläche befindet sich in Stormarn, der Rest im Herzogtum Lauenburg. Im Mittelalter waren die Hahnheide und der Sachsenwald ein Waldgebiet, heute sind sie durch die Bille verbunden. Überreste von bis zu 750 Grabhügeln und Wällen zeugen von der bronzezeitlichen Besiedlung des Sachsenwaldes.
  • Der Forst Kneeden ist mit einer Fläche von knapp 75 ha relativ klein, infolge seiner hügeligen Topographie touristisch interessant, auch für Sportler (Trimm-Dich-Pfad vorhanden). Ein Teil ist als Naturwald ausgewiesen, daher bietet er auch einen Rückzugsort für Ruhe und Stille (Entschleunigung) Suchende. Der Wald wird durch mehrere Wanderrouten (Travewanderweg, Jakobsweg „Via Baltica“ Stormarnweg) gequert. Aufgrund einer frühgeschichtlichen Grabhügel- und Fernwegtrasse, sind der Kneeden und seine Umgebung auch ein beliebtes Gebiet für Hobbyarchäologen.
  • Der Beimoorwald bei Ahrensburgs ist u.a. geprägt durch naturschutzwürdige Bestände wie Erlen- und Birkenbruchvorkommen und andere Altholzbestände mit unterschiedlicher Artenzusammensetzung. Die ländlich geprägten Flächen im Norden sind naturgeschützt, ansonsten kann der Forst auf befestigten Forstwegen zum Wandern, Rad fahren und Reiten genutzt werden.
  • Ein Teil des Naturschutzgebietes Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal (s.o.) ist der Forst Hagen (ca. 140ha). Er besitzt eine hohe ökologische Bedeutung, da sich ca. 40% des Waldes ungestört entwickeln kann. Naturerlebnis und Erholung spielen infolge zahlreicher Waldwege und -pfade touristisch eine Rolle. Ein geologisch-archäologischer Wanderpfad führt zu einer Reihe von sehenswerten Fundstätten (z.B. Reste der historisch bedeutenden Grafenburg Arnesvelde) im Wald.
  • Das Steinkampsholz in Reinfeld wurde ebenfalls als Naturwald ausgewiesen und kann sich wieder in seinem natürlichen Rhythmus entwickeln. Sowohl der Stormarn- als auch der Jakobsweg führen durch den Wald.
  • Der Tangstedter Forst zeichnet sich durch seine dichten Wälder aus und eignet sich gut für lange Spaziergänge.
  • Im Rader Forst befinden sich archäologische Funde aus der jüngeren Steinzeit (u.a. fünf Grabhügel). Es gibt einen Übersichtsplan auf dem Forstparkplatz und Ruhebänke an den Wegen.
  • Das Naturerlebnis Grabau im Grabauer Wald ist ein im Land einmaliger Natur-Bildungsort, der Stormarner Kindergärten und Grundschulen einen kostenlosen waldpädagogischen Tag pro Jahr in Grabau anbietet. Das Bildungsangebot beinhaltet u.a. einen Lehr- und Erlebnispfad, einen Waldspielplatz, ein Arboretum, einen Findlingsgarten und ein Seminargebäude. Lehrpfad, Waldspielplatz und Niedrigseilgarten sind jederzeit für jeden frei zugänglich.

Quelle: Tourismuskonzept Stormarn 2021

Die Wälder und Waldgebiete:

Mit Klick auf die Namen der Wälder öffnet sich eine Karte des jeweiligen Gebietes.

Ahrensburg

Bad Oldesloe

Grabau

Granderheide

Großhansdorf

Heidekamp

Hoisbüttel

Jersbek

Klein Wesenberg

Lokfeld

Lütjensee

Neuschöningstedt

Nienwohlder Moor, © Joachim SchulzNienwohld

Rade

Reinbek

Reinfeld

Rohlfshagen

Stapelfeld

Tangstedt

Tremsbüttel

Hahnheide: Hohenfelder Damm, © Petra HübnerTrenthorst

Trittau

Vinzier

Westerau

Witzhave


Stormarner Moore:

Acht der 18 Naturschutzgebiete im Kreis Stormarn betreffen Moore. Besonders interessant sind:

  • Das Brenner Moor bei Bad Oldesloe stellt als größtes binnenländisches Salzmoor in Schleswig-Holstein ein Alleinstellungsmerkmal dar. Das Besondere sind die großflächigen Salzquellen, die von Salzstöcken aus großer Tiefe aufsteigen.
    Diese bilden heute einen Lebensraum für Salzpflanzen und eine spezifische Tierwelt. Besonders reizvoll ist die Begrenzung durch die Trave und ein kleines Waldgebiet im Moor. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es keine Führungen.
    Auf dem sechs Kilometer langem Rundweg (Holzbohlen) durch das Moor sind seltene Vogel- und Pflanzenarten zu entdecken. Die Tour hat zehn Erlebnisstationen, die auch auf einem Flyer abgebildet sind. Die Ausschilderung von Bad Oldesloe kommend ist unzureichend.
  • Das Stellmoor–Ahrensburger Tunneltal weist eine besondere Geologie und eine archäologische Bedeutung auf. Charakteristisch ist der Untergrund, der in der Eiszeit durch Schmelzwasser unterschiedlich eingeschnitten wurde.
    Außerdem wurden in dem Gebiet bedeutende Funde von Jagdgeräten der eiszeitlichen Rentierjäger der „Ahrensburger und Hamburger Kultur“ entdeckt. Durch das Moor führt der nach dem Archäologen Alfred Rust benannte Alfred-Rust-Wanderweg, auf dem man über eine 320 Meter lange schwimmende Holzbrücke gehen kann.
    Entlang der Wanderwege gibt es Infotafeln zur Geologie, dem Naturraum und der archäologischen Bedeutung des Gebietes. Eine Tour der AktivRegion (s.u. „Wandern“) führt durch das Moor. Von der Interessensgemeinschaft Tunneltal (s. Umweltbildung) werden Führungen zum Thema Archäologie/Geschichte angeboten.
  • Das Nienwohlder Moor gehört aufgrund seiner Größe und seines Erhaltungszustandes zu den bedeutendsten atlantischen Hochmooren in Schleswig-Holstein. Neben seltenen Vogelarten kann man u.a. auf einer Tour der AktivRegion (s.u. „Wandern“) bis zu zwanzig verschiedene Libellen-Arten beobachten. Es gibt Infotafeln sowie Führungen einer zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin.

Auch die anderen fünf geschützten Moore (Heidtkoppelmoor, Moorgebiet Kranika, Stapelfelder Moor, Wittmoor, Henstedter Moor) sind durch Wanderwege erschlossen und haben teils Informationstafeln zur Entstehung und Vielfalt der Lebensräume.

Quelle: Tourismuskonzept Stormarn 2021

Die Moore:

Mit Klick auf die Namen der Moore öffnet sich ein Faltblatt oder eine Gebietsbeschreibung des jeweiligen Moores.

Ahrensburg

Bad Oldesloe

Lütjensee

Nienwohld

Stapelfeld

Tangstedt