Lexikon

Begriff: Baugrenze

Baugrenzen und/oder Baulinien sind wesentliche Bestandteile eines Bebauungsplans.

Baugrenzen sind im Regelfall nicht mit der Grundstücksgrenze identisch, sondern legen die mit baulichen Anlagen überbaubare Grundstücksfläche fest. Gebäude und Gebäudeteile dürfen die Baugrenze grundsätzlich nicht überschreiten
(vgl. § 23 Abs. 3 Satz 1 BauNVO,
z. B. unter http://www.gesetze-im-internet.de/baunvo/__23.html.

Im Bebauungsplan sind die Baugrenzen im Regelfall als blaue Strich-Strich-Punkt-Linie eingezeichnet (vgl. Ziffer 3.5 der Planzeichenverordnung unter
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/planzv_90/gesamt.pdf).

Das Gebot, innerhalb der Baugrenzen zu bauen, gilt allerdings nicht uneingeschränkt:

Ein Vortreten von Gebäudteilen in geringfügigem Ausmaß kann zugelassen werden (vgl. § 23 Abs. 3 Satz 2 BauNVO).

Im Bebauungsplan können weitere nach Art und Umfang bestimmte Ausnahmen vorgesehen sein (§ 23 Abs. 2 Satz 3 i.V.m. Abs. 2 Satz 3 BauNVO).

Wenn der Bebauungsplan (im Teil B – Text -) keine anderweitigen Festsetzungen enthält, können außerhalb der Baugrenzen zugelassen werden:



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