Lexikon

Begriff: Vollgeschoss

Nach § 2 Abs. 8 Satz 1 LBO sind oberirdische Geschosse Vollgeschosse, wenn sie über mindestens drei Viertel ihrer (Geschoss)Grundfläche eine Höhe von mindestens 2,30 m haben.

Ein gegenüber mindestens einer Außenwand des Gebäudes zurückgesetztes oberstes Geschoss oder ein Geschoss mit mindestens einer geneigten Dachfläche ist ein Vollgeschoss, wenn es über mindestens drei Viertel der Grundfläche des darunter liegenden Geschosses eine Höhe von mindestens 2,30 m hat (vgl. § 2 Abs. 8 Satz 2 Halbsatz 1 LBO).

Die Höhe der Geschosse wird von der Oberkante des Fußbodens bis zur Oberkante des Fußbodens der darüberliegenden Decke, bei Geschossen mit Dachflächen bis zur Oberkante der Dachhaut gemessen (§ 2 Abs. 8 Satz 2 Halbsatz 2 LBO).

Maßgeblich bei der Ermittlung der Vollgeschossigkeit ist also nicht die lichte Höhe.

Hohlräume zwischen der obersten Decke und der Bedachung, in denen Aufenthaltsräume nicht möglich sind, sind keine Geschosse (§ 2 Abs. 7 Satz 2 LBO).

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