Leistungen

Probezeit

Fahrerlaubnis auf Probe

Informationen:

Wer erstmals eine Fahrerlaubnis erwirbt, erhält die "Fahrerlaubnis auf Probe" - besser bekannt als Führerschein auf Probe. Ausgenommen sind hiervon die Klassen M, L und T. Die Vorschrift wurde eingeführt, weil gerade Führerscheinneulinge wegen ihrer unzureichenden Fahrerfahrung und überzogenen Risikobereitschaft überdurchschnittlich hoch an Unfällen "beteiligt sind. Mit dem Führerschein auf Probe soll diesem Gefährdungsrisiko entgegengewirkt werden.

Die Probezeit dauert 2 Jahre vom Zeitpunkt der Erteilung der Fahrerlaubnis an. In dieser Zeit soll sich der Fahrerlaubnisinhaber besonders bewähren. Ansonsten hat er die gleichen Rechte und Pflichten wie jeder andere Kraftfahrzeugführer auch. Nach Ablauf der Probezeit braucht der Führerschein nicht neu ausgestellt oder verlängert werden. Innerhalb der Probezeit unterliegt der Fahrerlaubnisinhaber einer besonderen Überwachung.

Punkte in Flensburg
Wenn der Führerscheininhaber während der Probezeit eine Verkehrszuwiderhandlung begeht, die in das Verkehrszentralregister beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg einzutragen ist, sind von der Fahrerlaubnisbehörde besondere Maßnahmen anzuordnen. Eingetragen werden Ordnungswidrigkeiten (Bußgeld ab 40,-- €) und strafrechtliche Verurteilungen, die im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr stehen. Maßgeblich ist, dass der Verstoß innerhalb der Probezeit begangen wurde. Das Datum der Rechtskraft der Entscheidung ist nicht relevant.

Aufbauseminar
Die Zuwiderhandlungen sind entsprechend ihrer Gefährlichkeit in verschiedene Gruppen (schwerwiegend oder weniger schwerwiegend) eingeteilt. Sobald der Fahrerlaubnisinhaber innerhalb der Probezeit eine schwerwiegende oder zwei weniger schwerwiegende Verkehrsordnungswidrigkeiten begangen hat, hat er an einem Aufbauseminar teilzunehmen. Außerdem verlängert sich die Probezeit um 2 Jahre. Dieses Aufbauseminar wird bei bestimmten, besonders dazu anerkannten Fahrschulen durchgeführt. Es umfasst 4 Sitzungen à 135 Minuten sowie eine Fahrprobe von 30 Minuten und muss innerhalb von 4 Wochen beendet sein - ohne eine Prüfung abzulegen. Für Verkehrszuwiderhandlungen unter Alkoholeinfuß gibt es besondere Aufbauseminare. Die Kosten für ein Aufbauseminar belaufen sich auf ca. 300,-- Euro. Außerdem wird für die Anordnung des Aufbauseminars eine Gebühr in Hohe von Gebühr von 31,20 Euro erhoben.

Insgesamt wird ein Zeitraum von 3 Monaten zur Teilnahme an Seminar und Vorlage der Teilnahmebescheinigung gewährt. Sollte der Inhaber einer Fahrerlaubnis entgegen der vollziehbaren Anordnung in der festgesetzten Frist nicht an einem Aufbauseminar teilnehmen, ist die Fahrerlaubnis zu entziehen. Ein Ermessensspielraum ist nicht vorhanden. die Fahrerlaubnisbehörde hat die Fahrerlaubnis zu entziehen.

Weitere Verkehrsverstöße
Begeht der Fahrerlaubnisinhaber innerhalb der Probezeit und nach Teilnahme an einem Aufbauseminar eine weitere schwerwiegende oder zwei weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen, ist er schriftlich zu verwarnen. Außerdem ist ihm nahezulegen, innerhalb von zwei Monaten an einer verkehrspsychologischen Beratung teilzunehmen Hierbei handelt es sich um eine freiwillige Teilnahme. Die verkehrspsychologische Beratung darf nur von einer Person durchgeführt werden, die hierfür amtlich anerkannt ist.Sofern er nach Ablauf dieser zwei Monate und innerhalb der Probezeit eine weitere schwerwiegende Zuwiderhandlung oder zwei weitere weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen begangen hat, ist die Fahrerlaubnis zu entziehen.

Entzug der Fahrerlaubnis
Wird das Aufbauseminar nicht innerhalb der festgesetzten Frist absolviert, ist die Fahrerlaubnis zu entstehen Es handelt sich hierbei um eine gesetzliche -MUSS - Vorschrift", d.h. es gibt keine Ausnahmemöglichkeiten. Die Fahrerlaubnis wird auf Antrag neu erteilt. allerdings erst dann. wenn neben den weiteren Voraussetzungen für eine Neuerteilung nach Entzug - das angeordnete Aufbauseminar absolviert wurde.

Außerdem wird die Fahrerlaubnis entzogen, wenn nach Ablauf von 2 Monaten nach der Verwarnung / verkehrspsychologischer Beratung erneut eine schwerwiegende Zuwiderhandlung oder zwei weitere weniger Schwerwiegende Zuwiderhandlungen begangen wurden. In diesem Fall wird für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis eine Sperrfrist von 3 Monaten festgesetzt. Die Neuerteilung der Fahrerlaubnis erfolgt auf Antrag.

Wird die Fahrerlaubnis innerhalb der Probezeit entzogen, endet die Probezeit vorzeitig. Nach Neuerteilung der Fahrerlaubnis muss die Rest-Probezeit absolviert werden, evtl., zuzüglich der Verlängerung um weitere 2 Jahre. Auf diese neue Probezeit sind die o g. Regelungen nicht anzuwenden. Wenn jemand in der neuen Probezeit wiederum eine weitere schwerwiegende oder zwei weniger schwerwiegende Zuwiderhandlungen begeht, ist die Beibringung eines Gutachtens einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung anzuordnen.

Verordnung zur Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge mit geringem Beitrag zur Schadstoffbelastung – 35. BImSchV

Angeboten von der Servicestelle

442 Fahrerlaubnisbehörde
Gebäude: G , EG , Raum: G 7
Rögen 36 - 38 , 23843 Bad Oldesloe

Kontaktperson:

Elke Koop

Telefon:

0 45 31 - 89 02 20

Fax:

0 45 31 / 8 20 71

Email:

fahrerlaubnisbehoerde@kreis-stormarn.de

Internet-Adresse:

http://www.kreis-stormarn.de/kreis/fachbereiche/besondere-ordnungsangelegenheiten/strassenverkehrsangelegenheiten.html

Öffnungszeiten:

Montag - Freitag 7:30 bis 12:00 Uhr
Donnerstag 7:30 bis 17:00 Uhr.
Hinweis: Die Führerscheinstelle ist bis auf weiteres mittwochs telefonisch nicht erreichbar.

Außerdem ist mit erhöhten Wartezeiten zu rechnen.

Öffentliche Verkehrsmittel:

mit Buslinie 8110 (Bahnhof Bad Oldesloe - Bahnhof Ahrensburg) zur Haltestelle "Sandkamp",
von dort etwa 12-13 Minuten Fußweg
Der Bus fährt stündlich vom Bahnhof Bad Oldesloe (weitere Info unter www.hvv.de)

Parkmöglichkeiten:

direkt vor dem Gebäude

Hinweise für Behinderte:

barrierefreier Zugang an der linken Seite des Gebäudes

Des folgenden Anbieters:

Fachdienst 44 - Straßenverkehrsangelegenheiten
Rögen 36-38 , 23843 Bad Oldesloe

Leitung:

Dirk Willhoeft

Telefon:

0 45 31 - 89 02 10

Fax:

0 45 31 - 8 20 71

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zulassungsbehoerde@kreis-stormarn.de

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http://www.kreis-stormarn.de/kreis/fachbereiche/besondere-ordnungsangelegenheiten/strassenverkehrsangelegenheiten.html