Leistungen

Nachtragsbaugenehmigung

Bauanträge sind mit den erforderlichen Bauvorlagen schriftlich bei der Gemeinde einzureichen (vgl. § 64 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 LBO), die sie unverzüglich an die untere Bauaufsichtsbehörde weiterleitet . Zu diesen Bauanträgen gehören auch Nachtragsbauanträge.

Nachtragsbauanträge bearbeiten im Fachdienst Bauaufsicht des Kreises Stormarn die in der folgenden Liste aufgeführten Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter:


Hinweis:
Nachtragsbauanträge zu Grundstücken in den Städten Ahrensburg, Bad Oldesloe oder Reinbek bearbeitet das Bauamt der jeweiligen Stadt.

Informationen:

Der Begriff Nachtragsbaugenehmigung ist in der LBO nicht ausdrücklich enthalten.

In der Baupraxis anderer Bundesländer und der dazu ergangenen Rechtsprechung wird hierunter üblicherweise die Zulassung kleinerer Änderungen eines bereits genehmigten, aber noch nicht vollständig ausgeführten Bauvorhabens verstanden, die das Gesamtvorhaben in seinen Grundzügen nur unwesentlich berühren.

Kennzeichnend für eine derartige Nachtragsbaugenehmigung ist, dass sich die Prüfung und die Entscheidung auf die Feststellung beschränken, dass die vorgesehenen Änderungen den öffentlich-rechtlichen Vorschriften entsprechen, während sich für die übrigen Teile des Bauvorhabens diese Feststellung aus der neben der Nachtragsbaugenehmigung bestehen bleibenden ursprünglichen Baugenehmigung ergibt.

Die Grenze der Geringfügigkeit ist regelmäßig dann überschritten,

  • wenn durch die Änderung/en Belange, die bei der Baugenehmigung zu berücksichtigen waren (z.B. Abstandflächen), erneut oder
  • andere Belange erstmals so erheblich berührt werden, dass sich die Frage der Zulässigkeit des Bauvorhabens als solches neu stellt.


Beispiel aus der Rechtsprechung:

Wenn an Stelle eines genehmigten Einfamilienhauses ein zwar im Wesentlichen gleichartiges Einfamilienhaus errichtet werden soll, das aber eine veränderte Lage auf dem Grundstück, eine von 35° auf 48° erhöhte Dachneigung und eine andere Raumaufteilung aufweist und für das deswegen in jeder Hinsicht neue Bauvorlagen eines anderen Bauvorlageberechtigten vorgelegt werden, bedarf es einer vollständigen neuen Baugenehmigung.

(OVG Hamburg, Beschluss vom 17.03.2004 - 2 Bs 13/04 - in NordÖR 7-8/2004, 286.

Eine Nachtragsbaugenehmigung wird mitunter auch als Tekturgenehmigung bezeichnet.

Nachtragsbaugenehmigungen dürfen selbstverständlich auch mit Nebenbestimmungen versehen werden.

Notwendige Unterlagen/ Voraussetzungen:

Bei der für den Bauort zuständigen Stadt-, Gemeinde- bzw. Amtsverwaltung
(siehe

sollten in mindestens dreifacher Ausfertigung der schriftliche Nachtragsbauantrag mit den Bauvorlagen eingereicht werden, aus denen sich die unwesentlichen Änderungen des ursprünglich beantragten und bereits genehmigten Vorhabens ergeben.

Die Stadt-, Gemeinde bzw. Amtsverwaltung hat die Bauvorlagen unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb einer Woche nach Eingang, an die untere Bauaufsichtsbehörde weiter zu leiten.

Gebühren:

mindestens 100 €

Angeboten von der Servicestelle

531 Technische Bauaufsicht
Gebäude: F , 1.OG , Raum: F 107
Mommsenstr. 14 , 23843 Bad Oldesloe

Kontaktperson:

Regina Korinth

Telefon:

0 45 31 - 160 1688

Fax:

0 45 31 - 160 771688

Email:

r.korinth@kreis-stormarn.de

Internet-Adresse:

http://www.kreis-stormarn.de/lvw/forms/5/53/Baupruefbezirke.pdf

Öffnungszeiten:

Montag, Dienstag und Freitag von 8.30 bis 12.00 Uhr,
Donnerstag von 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr,
- mittwochs geschlossen -

Öffentliche Verkehrsmittel:

Bahnhof und ZOB liegen direkt nebenan

Parkmöglichkeiten:

20 Besucherparkplätze vor dem Gebäude Mommsenstr. 13, weitere Parkplätze in den Seitenstraßen

Hinweise für Behinderte:

Barrierefreier Zugang. Aufzug vorhanden.

Des folgenden Anbieters:

Fachdienst 53 - Bauaufsicht
Mommsenstraße 13 , 23843 Bad Oldesloe

Internet-Adresse:

/kreis/fachbereiche/bau-umwelt-und-verkehr/bauaufsicht.html