Lexikon

Begriff: Baulinie

Baulinien und/oder Baugrenzen sind wesentliche Bestandteile eines Bebauungsplans.

Baulinien sind im Regelfall nicht mit der Grundstücksgrenze identisch, sondern legen die mit baulichen Anlagen überbaubare Grundstücksfläche fest. Ist eine Baulinie festgesetzt, so müssen Gebäude grundsätzlich auf dieser Linie gebaut werden (vgl. § 23 Abs. 2 Satz 1 BauNVO unter http://www.gesetze-im-internet.de/baunvo/__23.html.

Im Bebauungsplan sind die Baulinien im Regelfall als rote Strich-Punkt-Punkt-Linie eingezeichnet (vgl. Ziffer 3.4 der Planzeichenverordnung unter
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/planzv_90/gesamt.pdf).

Das Gebot, auf der Baulinie zu bauen, gilt allerdings nicht uneingeschränkt:

  • a) Ein Vor- oder Zurücktreten von Gebäudteilen in geringfügigem Ausmaß kann zugelassen werden (vgl. § 23 Abs. 3 Satz 2 BauNVO).
  • b) Im Bebauungsplan können weitere nach Art und Umfang bestimmte Ausnahmen vorgesehen sein (§ 23 Abs. 2 Satz 3 i.V.m. Abs. 2 Satz 3 BauNVO).
  • c) Wenn der Bebauungsplan (im Teil B – Text -) keine anderweitigen Festsetzungen enthält, können die Baulinie über- oder unterschreiten:

    -> Nebenanlagen im Sinne des § 14 BauNVO
    ….(siehe http://www.gesetze-im-internet.de/baunvo/__14.html )

    -> bauliche Anlagen, die nach der LBO in den Abstandflächen zulässig sind
    ….(vgl. z. B. § 6 Abs. 7 und Abs. 8 LBO).


Das Gebot, innerhalb der Baugrenzen zu bauen, gilt allerdings nicht uneingeschränkt:

Ein Vortreten von Gebäudteilen in geringfügigem Ausmaß kann zugelassen werden (vgl. § 23 Abs. 3 Satz 2 BauNVO).

Im Bebauungsplan können weitere nach Art und Umfang bestimmte Ausnahmen vorgesehen sein (§ 23 Abs. 2 Satz 3 i.V.m. Abs. 2 Satz 3 BauNVO).

Wenn der Bebauungsplan (im Teil B – Text -) keine anderweitigen Festsetzungen enthält, können außerhalb der Baugrenzen zugelassen werden:



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