Ehrenamtssymposium bringt Akteure aus allen Bereichen des bürgerschaftlichen Engagements zusammen
Rund 60 Engagierte gestalten die Zukunft des Ehrenamts im Kreis Stormarn
Rund 60 Vertreterinnen und Vertreter aus Vereinen, Feuerwehren, Sport, Jugendverbänden, Sozial- und Kulturarbeit, Naturschutz, Politik, Stiftungen, Nachbarschaftsinitiativen und Kommunen kamen beim Ehrenamtssymposium „Engagement stärken. Zukunft gestalten“ im Kreistagssitzungssaal in Bad Oldesloe zusammen. Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam Perspektiven und konkrete Handlungsschritte für die Zukunft des Ehrenamts im Kreis Stormarn zu entwickeln.
Eröffnet wurde das Symposium von Kreispräsident Hans-Werner Harmuth und Landrat Dr. Henning Görtz. Beide unterstrichen die zentrale Bedeutung des Ehrenamts für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Lebensqualität im Kreis Stormarn. Die Moderation übernahm Dorothee Raspel von der Wirkungsschmiede.
Im Anschluss stellte Dorothee Raspel in ihrem Impulsvortrag „Ehrenamt im Wandel – Lagebild Stormarn 2026“ aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven des bürgerschaftlichen Engagements vor. Dabei ging es unter anderem um den demografischen Wandel, veränderte Formen des Engagements sowie erfolgreiche Ansätze aus anderen Regionen.
Ein weiterer Höhepunkt war die Podiumsdiskussion „Was braucht Ehrenamt 2030?“. Unter der Moderation von Christiane Clobes diskutierten Jörg Schepers (Bürgerstiftung Sparkasse Holstein), Stefan Kühl (Kreisjugendring Stormarn), Kreispräsident Hans-Werner Harmuth, Verena Lemm (Kreissportverband Stormarn) sowie Kreisbrandmeister Olaf Klaus über die Zukunft des Ehrenamts. Im Mittelpunkt standen Themen wie Nachwuchsgewinnung, Bürokratieabbau, Wertschätzung, Digitalisierung und die Vereinbarkeit von Ehrenamt, Familie und Beruf.
In vier Arbeitsgruppen entwickelten die Teilnehmenden anschließend konkrete Ideen und Lösungsansätze zu den Themen Digitalisierung, strategische Vernetzung, Nachwuchsgewinnung sowie Infrastruktur und Rahmenbedingungen. Dabei wurde deutlich, dass das Ehrenamt im Kreis Stormarn von einer großen Vielfalt und hohen Bereitschaft zur Zusammenarbeit geprägt ist.
Zu den zentralen Ergebnissen gehören der Wunsch nach einer stärkeren Vernetzung der Ehrenamtlichen, einer zentralen digitalen Plattform für Informationen und Engagementmöglichkeiten, klaren Ansprechpersonen sowie verbesserten Rahmenbedingungen für die Engagierten. Darüber hinaus erklärten zahlreiche Teilnehmende ihre Bereitschaft, die angestoßenen Themen in weiteren Arbeitsgruppen gemeinsam aktiv weiterzuentwickeln.
Zum Abschluss würdigte Oliver Lövenforst, Leiter des Fachbereichs Soziales und Gesundheit des Kreises Stormarn, das Engagement aller Beteiligten und bekräftigte das Interesse des Kreises, den angestoßenen gemeinsamen Strategieprozess zu unterstützen.
Das Symposium machte deutlich: Das Ehrenamt im Kreis Stormarn ist vielfältig, engagiert und zukunftsorientiert. Gleichzeitig braucht es verlässliche Strukturen, gute Rahmenbedingungen und starke Netzwerke, um auch künftig seine wichtige gesellschaftliche Wirkung entfalten zu können.

Die Podiumsdiskussion am Ehrenamtssymposium ©Kreis Stormarn

