23.03.2021

Bauvorhaben Erweiterungsbau Berufliche Schule Bad Oldesloe

Das Gebäude des Erweiterungsbaus ist fertiggestellt und wird ab April 2021 bereits teilweise in Nutzung durch die Schule gehen.

Die Außenanlagen um den Erweiterungsbau herum sowie Umbauarbeiten im Altbaubereich des Übergangs zum neuen Erweiterungsbau erfolgen nun, sodass die komplette Baumaßnahme zum Schuljahreswechsel 2021/2022 fertiggestellt ist.

Grund der Erweiterung

Bereits 2015 meldete die Berufliche Schule Bad Oldesloe einen Bedarf an weiteren Klassenräumen an. Grund: erhöhte Schülerzahlen, neue Ausbildungsbereiche, DAZ Klassen…etc.

Im Mai 2017 wurde ein Mehrbedarf von zunächst 18 Klassen durch den SKSA und WPBA anerkannt.

Da das Schulgelände weitestgehend bebaut bzw. mit schulischer Nutzung belegt ist, erfolgte eine Standortanalyse. Als Baufeld wurde der westliche Hügel neben dem unter Denkmalschutz stehenden Hauptgebäude von 1977 (Architekten: Gerkan, Mark + Wiche) festgelegt.

Erste Entwürfe sahen (nach Vorgaben des Schulamtes) eine „Flurschule“ mit 18 Klassen vor. Die Berufliche Schule strebte aber moderne pädagogische Flächen mit Klassenräumen und Differenzierungsflächen an. In einem Workshop, an dem Vertreter der Schule, des Schul- und Bauamtes des Kreises sowie das mit der Planung beauftragte Architekturbüro ams teilnahmen, entstanden Ideen, welche vom Architekturbüro geschickt umgesetzt wurden.

Im September 2018 meldete die Berufliche Schule aufgrund struktureller Veränderungen im Schulentwicklungsplan einen zusätzlichen Mehrbedarf von 270 m² Nutzfläche für Klassenräume, Büroflächen und ein pädagogisches Zentrum an. Im WPBA wurde der Mehrbedarf anerkannt.

Es sollten somit in zweigeschossiger Bauweise 22 Klassenräume mit 2.125 m² Nutzfläche und 2.616 m² Bruttogrundfläche. Hierfür wurden zunächst Mittel in Höhe von 7,85 Mio. € zur Verfügung gestellt, welche nachträglich durch erfreuliche Submissionsergebnisse auf 7,7Mio. € verringert werden konnten.
Die zusätzlichen Büroflächen und das pädagogisches Zentrum werden in den Verwaltungstrakt des Altbaus integriert, die dafür entfallenden Klassenräume im Altbau in den Neubau aufgenommen.

Entwurfs- und Gestaltungskonzept

Der Erweiterungsneubau dreht sich im Kontrast zum streng orthogonal ausgerichteten Altbau aus der Parallelität und den Achsen, um spannungsvolle Zwischenräume und sich öffnende Blicke aus Alt- und Neubau zu ermöglichen.

Gegenüber dem Altbau wird der Neubau mit dunklen Farbtönen (anthrazit) verkleidet, um sich baulich und körperlich zurückzunehmen. Der Neubau wird eine direkte Beziehung zur Freifläche herstellen. Alle Erdgeschossklassen und teilweise auch die Obergeschossklassen haben einen direkten Ausgang zu den pädagogisch nutzbaren Freiflächen. Das Dach über dem Obergeschoss wird extensiv begrünt. Die Erschließung der beiden Unterrichtsebenen erfolgt von Osten zwischen Alt- und Neubau über den Schulhof und die Brücke.

Die beiden Geschosse des Erweiterungsbaus sind in jeweils drei Unterrichtsbereiche gegliedert. In diesen Einheiten (Cluster in der Größe von 200-460 m²) sind fach- und klassenübergreifender Unterricht möglich. Die Klassenzwischenräume und die aufgeweiteten Flurzonen sind für Unterrichtsdifferenzierung und Arbeitsgruppen vorgesehen. Blickbeziehungen zwischen den Arbeits- und Unterrichtsbereiche erleichtern die Aufsicht.

Das Gestaltungskonzept findet sich auch in den Ausstattungsobjekten der Innenräume wieder, welche ebenfalls vom Architekturbüro ams geplant wurden.

Bauzeit

Mit dem Abtrag des genannten Hügels wurde Mitte März 2019 begonnen. Anfang Juli 2019 konnte mit dem Rohbau begonnen werden.

Das Richtfest fand am 22. November 2019 statt.

Der Beginn der Ausbau- und Fassadenarbeiten war im Frühjahr 2020.

Das Gebäude des Erweiterungsbaus wurde im März 2021 fertiggestellt.

Die Außenanlagen am Erweiterungsbau und der Umbau im Bestand (Bereich des Übergangs von Bestandsgebäude zum Erweiterungsbau) werden bis zum Schuljahreswechsel 2021/2022 fertiggestellt.

Kosten

Bereitgestellte Mittel laut Kostenrahmen = 7,7 Mio. € (knapp 20% Planungs- und Nebenkosten)

Maßnahme bleibt im angesetzten Kostenrahmen

Herausforderungen

  • Abtrag des benannten Hügels für das Baufeld des Neubaus: ca. 6.250 m³ Erdreich
  • Anbindung des Neubaus an den Altbau mit einer Brücke im 1. OG
  • Bauausführung während des laufenden Schulbetriebes